Am fruehen Morgen werde ich aus dem Schlaf gerissen von Tyrels gekonnter Imitation einer verzweifelt riemigen Elchkuh. Wer das jetzt romanterisch findet, der hoere sich doch mal bitte exemplarisch an, wie das klingt.
Dazu muss ich anmerken, dass Tyrel das Ganze eher schreit. Hoert sich also eher an wie eine unheilige Mischung aus verzweifelter Elchkuh und rostiger Kettensaege.
Sofort schlage ich vor fuer unseren morgendlichen Weckton genau dieses Geraeusch einzustellen und stehe auf. Anscheinend kommt der kalte Morgen nicht wieder, es ist 1 Grad. Meine blaue, dick gefuetterte Latzhose macht beim Laufen ein leises siiipp, siiiipp, siiipp, was Tyrel in den Wahnsinn treibt. Anscheinend ist er der Meinung, Elche moegen keine warmen Hosen. Schliesslich ziehe ich Tyrels dicke Fleecehose ueber meine wollene lange Unterhose und nun kann auch der Elch nicht mehr meckern.

Beim Zubereiten des Fruhstuecks rufen wir und behalten unsere Umgebung genau im Auge. Leider ruehrt sich nichts. Wollen wir trotzdem eine weitere Nacht hier bleiben? Immerhin haben wir endlich einen Elchbullen gesehen!
Wir ueberlegen hin und her und entscheiden uns schliesslich dazu, zu gehen. Der Elchbulle von gestern hat allem Anschein nach eine gute Nase von unserem Geruch erhascht und ist jetzt ueber alle Berge. Wir machen einfach mehrere Pausen auf unserer Fahrt und rufen. Und hoffen auf eine bessere Gelegenheit.
Wir packen zusammen und fahren ein paar Flussbiegungen weiter, um dort zu rufen. Doch der Elch kommt nicht wieder. Auch kein anderer Elch schaut vorbei. Mist.
Ein paar Kilometer weiter versuchen wir es wieder. Rufen. Warten. Beobachten. Wieder Rufen.
Nichts.

„Dann sollte es halt nicht sein.“ denke ich mir und tauche wieder ab in die Monotonie der Paddelbewegung. Gleichfoermig wie in einer Meditation komme ich mit jedem Mal Paddeln meinem warmen Kaesekuchen ein kleines Stueckchen naeher.
„Mooose!“ Sofort sehe ich, was sich am Strand der kleinen Insel vor uns abspielt: Mama Elch liegt tatsaechlich mit ihren zwei Elchkaelbern am Strand und geniesst das Leben! Sofort hole ich meine Kamera raus. „Was machst du da?!? Schnell, wir muessen aus der Stroemung raus ans Ufer paddeln!!!“ Okay, okay. Die Kamera wird unsanft in den orangenen Muellsack am vorderen Ende des Kanus zurueckbefoerdert und ich lege mich maechtig ins Paddelzeug.
Aufgeschreckt durch die untypischen Flussbewohner suchen die Elche auch gleich das Weite. „Es koennen ja noch mehr Elche hier auf der Insel sein… wir pirschen uns an.“
Und wir pirschen und pirschen. Ueber Steine, durch Sand, Gras und Schlamm. Und finden nichts. Die ultrafrischen Spuren der fluechtenden Familie zeigen, dass diese gleich nach unserer Ankunft vom gegenueberliegenden Ende der Insel aus ans Festland geschwommen sind. Und die Elche haetten wir sowieso nicht gejagt, da die Kaelber noch zu jung waren und Mutti eh unter Schutz steht. Hmpf. Also geht es zurueck zum Kanu. Tyrel geht links durchs Unterholz, ich rechts.
Auf einmal ein lauter Knall!!!
War da jetzt doch noch ein Elch, den wir uebersehen haben?!
Freudestrahlend betritt Tyrel die Lichtung, die zwischen uns lag. Von seiner linken Hand baumelt… ein Hase. Der fuellt zwar nicht zu Hause die Gefriertruhen aber stellt eine willkommene Abwechslung in unserer derzeitigen Ernaehrung dar!


Nach etwas mehr Paddelei sehen wir von weitem ein rotes Kanu. Es bleibt jedoch ganz weit entfernt. Erst jetzt wird mir bewusst, dass wir die letzten beiden Tage keinen anderen Menschen auf dem Fluss getroffen haben. Und irgendwie war es auch total okay so. Jetzt ist es aber auch wieder schoen zu sehen, dass man nicht allein ist auf der ganzen grossen Welt. Der grosse Abstand zum Kanu gefaellt mir ganz gut, so kann ich mir noch ein bisschen Zeit lassen mit meinen Gedanken, unsozialisiert.
Mit 47 km und einer Menge Jagdversuchen auf dem Tacho halten wir fuer die Nacht. Wir schlafen in einem alten Holzfaellerlager, Erickson’s Woodyard. Doch heute ist es spaet und dunkel, morgen werden wir uns genauer umsehen.
Mein Schlafsack kuschelt mit mir von allen Seiten und leicht gleite ich ins Traumland hinueber.

Ich kann kaum erwarten, wie es weiter geht. Du machst es aber auch spannend!!! 😀
Das ist das tolle bei der Tour, man weiß nie, was einen hinter der nächsten Flussbiegung erwartet. 🙂
Da merkt man, dass ihr noch so frisch verheiratet seid. Ich werde nie durch so liebliche Laute geweckt :‘-(
Ach, ein weinendes Baby ist auch nicht zu verachten. Aber oft muss ich die Langschläferin wecken 🙂
Heee!!
Immer ruhig mit den jungen Müttern!! 😀
Wirst du nicht jeden Morgen vom Stepphahn geweckt mit einem liebreizenden „Kikeriki-tock-tock“??
Jeder Ehegatte bringt da seinen ganz eigenen Charme zur Geltung xD
So klingt eine Elchkuh ? Jetzt weiss ich das auch mal. Klingt wie ein Papagei. Schön das du nicht wieder Käsenudeln essen musstest. Bin auch auf die Fortsetzung sehr gespannt. l.g.Anja
… gerade in diesem Moment esse ich tatsächlich wieder Käsenudeln, kann also nicht nachhaltig geschadet haben. 😀 allerdings selbstgemachte Sauce und nicht aus der Packung, das macht geschmacklich einen riesigen Unterschied!
Liebe Grüße,
Luisa
ich kenn diese geräusche ja auch nur
aus dem ronnyfernsehn
und aus einem wald der ein ganzes stück entfernt is
dort leben aber nur entfernte verwandte
vonnse mooos 😀
die nennen sich denn rothirsch
@ luisa
besteht die möglichkeit
das du uns ein rezept zukommen lässt
für die yukonkäsenudeln
und
den yukonkartoffelbrei ?
gruß bella 🙂
Hallo Bella,
Also die Käsenudeln sind einfach nur gekauft aus der Packung. Die heißen hier Macaroni and cheese oder Kraft Dinner und sind einfach kleine Ellenbogenmaccaroni mit einem Käsepulver. Nach Packungsanleitung soll man die Nudeln kochen, etwas Butter und Milch dazu und das Pulver unterrühren, fertig. So was ähnliches gibt es bestimmt auch in Deutschland.
Den Kartoffelbrei mache ich folgendermaßen:
3 Tassen Kartoffelbrei Flocken
5 Esslöffel Milchpulver
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel Pfeffer
1 Teelöffel Senfpulver
4 Esslöffel braunen Zucker
Drei Flocken Schmalz
Drei getrocknete Pilze, zerbröselt, falls vorhanden
Wiegt nichts, weil alles Pulver ist bis auf den Schmalz und macht eine große, leckere und günstige Mahlzeit. Einfach Wasser kochen, zum Pulver geben, gut umrühren, ein paar Minuten warten (dabei warm halten) und fertig!
Guten Appetit 🙂
Luisa
nach nochmaligem reinhören
is der tyrell entweder im stimmbruch
oder der elch den er nachmacht
is schwul
😀 😀 😀 😀
sorry aber da muß er noch viel üben
also nich der
elch
ne
is klar oder ?
gruß bella 🙂
tiere nachmachen erfordert viel übung
das ronnyherrschen kann es aber auchnich
🙂
Im Video singt nicht Tyrel, sondern ein anderer Jäger. Tyrel klingt noch mehr nach rostiger Kettensäge. Hat wohl zu viele Bäume umgemacht der gute Junge! 🙂
Gruß, Luisa
was soll ich dir bellen
luisa
da draussen
brauchste keinen barriton
sondern nen richtigen kerl 🙂
und das scheint dein tyrel wohl zu sein
aber die richtigen kerle steben aus
🙁
ich mußte ja ein halbes jahr schnüffeln
um an meinen rudelführer zu kommen
und dann mußte ich den ja noch erziehen
gruß bella 🙂
Jupp, ich bin zufrieden mit meiner Wahl! ^^
Schöne Grüße an deinen Kerl 😉
Luisa
is ja nich mein kerl
is nur mein rudelführer
nach nem passenden frauchen
suchen wir noch 🙂
gruß bella 🙂
Viel Erfolg bei der Suche 🙂
zum rezept vom lukonbrei
das wird ja ne ordentliche portion
das mit dem senfpulver kenne ich noch nich
werde es aber probieren
den zucker lass ich raus
wegen bella
verrührt wird bei uns das ganze mit nem schneebesen
dem küchengerät 😀 ! !
nich den für den hauszugang 😀 😀 😀
ansonsten misch ich dosenfisch dazu
oder fleisch
menge je nach bedarf , lust und laune
und wir haben meist noch instandgemüsebrühe
oder rinderbrühe am kochwasser
da benötigt man weniger salz denn das is ja schon
im instandpulver
die pilze landen auch im kochwasser
sie saugen sich dann schneller voll
so wie eure mahlzeit kann man das ganze
wirklich gut draussen zusammenbasteln
geht relativ schnell macht satt und warm im bauch
und man braucht auch für zwei personen nur einen löffel 😀 😀
beim kochen wie beim verschlingen 🙂
bella bekommt ihre ration natürlich in nen napf
es is halt immer etwas aufwendiger wenn man mit hund reisst
🙂
doch mein mistviech is diese mühe wert 🙂
gruß ronny
falls du noch andere rezepte hast
die dort von den einheimischen
draussies gekocht und gegessen werden
kannste uns ja mal paar zukommen lassen
elch und bisonfleisch muß ich aber durch einheimische zutaten ersetzen
🙁
die bella und ich wünschen dir viel glück
da draussen und immer warme füße
und finger
für alles andere sorgen die lukonkäsenudeln
und der lukonbrei
gruß bella 🙂 und ronny
Wohl bekommst! 🙂
Den Zucker haben wir drin, weil das zusammen mit dem Senf richtig gut schmeckt und nochmal ein paar mehr Kalorien gibt. Kann man natürlich variieren und auch normalen Senf statt Pulver nehmen!
Jedenfalls günstiger und weniger Zusatzstoffe und Mist als in normalem Camping-Essen aus dem Beutel 🙂
Liebe Grüße,
Luisa
die bella is rassebedingt
mit augenkrankheiten vorbelastet
grüner und grauer star und und und
da lass ich den käuflichen zucker wech
das geht bei hunden arg auf die augen
im winter und auf touren
greif ich recht gern auf die instandbrühe zurück
wegen dem gewicht
was du ja auch schon erwähnt hast
und weil auch ne gekochte brühe friert ein
ansonsten verwende ich auch richtige zutaten
fertiges campingessen
??????
biste irre
wer kann sich denn sowas leisten ??
wer draussen is kocht eintopf
oder es wird gegrillt 🙂
fleisch
oder warme suppe
schmalz kann immer 🙂
denn es is da draussen immer besser
wenn mehr augen aus der suppe rausschauen
alswie rein 😀 😀
5000 kalorien verballert man als mensch
so mal locker im schnee bei den temperaturen
und die bella jaaa die muß im moment in bewegung bleiben
denn is sie warm
bleibt se stehen kühlt se rasend schnell aus
is klar bei dem bissel fellchen was sie so trägt
auf wohlfühlhund macht sie
bei 18 bis 22 grad celsius
oder drüber
und nein
N E I N
bella trägt keine kleidung !
niemals
gruß ronny
Ach komm, so ne süße kleine pinke Hundejacke… 😀 nee, kann ich mir nicht vorstellen bei euch.
Liebe Grüße,
Luisa